Als „Operation Edison“ ist das am 11. April 2008 unterzeichnete Abkommen zwischen SEL und Edison zur Übernahme von 60 Prozent Anteilen an den sieben Edison-Großkraftwasserwerken in Südtirol benannt: Graun, Laas, Marling, Barbian-Waidbruck, Prembach, Wiesen-Pfitsch, Bruneck. Diese Kraftwerke sind in die von SEL und Edison gebildete Gesellschaft Hydros eingegliedert worden.

Operation Edison

Die sieben Wasserkraftwerke der Hydros erzeugen 17 Prozent des in Südtirol erzeugten Stroms aus Wasserkraft. Die Jahresproduktion erreicht etwas mehr als eine Milliarde Kilowattstunden. Zur Hydros gehört auch die zentrale Leitstelle in Bozen-Oberau.
Die erste direkte Verbindung mit dem italienischen Energiekonzern Edison kam im Jahr 2002 zustande, als die SEL mit der Edison eine Gesellschaft zur Führung der Kraftwerke von Glurns und Kastelbell (SELEDISON) bildete, mit jeweils Anteilen von 50 Prozent. In der Folge gab Edison 8 Prozent Anteile an die Etschwerke ab, die SEL 15 Prozent an die Vinschgauer Gemeinden und 8 Prozent an die SELFIN. Die SELEDISON erzeugt 11 Prozent des Stroms aus Wasserkraft in Südtirol.
In Verbindung mit der Edison kam die SEL auch, indem sie einen zehnprozentigen Anteil an der Gesellschaft DELMI erwarb, welche ihrerseits zu knapp 50 Prozent Eigentümerin der Edison ist. Aus dieser Geschäftsverbindung hat sich in der Folge die Chance ergeben, bezüglich der Edison-Wasserkraftwerke in Südtirol zu den eingangs erwähnten entscheidenden Vereinbarungen zu gelangen.
